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Abschied & Erinnerung

Erinnerungen dürfen bleiben, auch wenn die gemeinsame Zeit viel zu kurz war.

Es gibt kein Ritual, das für alle richtig ist. Hier findest du Möglichkeiten – nicht als Liste von Dingen, die man tun muss, sondern als behutsame Anregungen.

Zeit miteinander

Sehen, halten, kennenlernen – wenn es sich richtig anfühlt.

Manche Eltern wünschen sich Zeit mit ihrem Kind und möchten es ansehen, berühren, halten, waschen, anziehen oder ihm etwas erzählen. Andere möchten Abstand. Beides ist persönlich und darf respektiert werden.

Wenn du unsicher bist, kannst du das Klinikteam oder deine Hebamme fragen, welche Möglichkeiten bestehen. Du darfst auch später noch einmal nachfragen, wenn du im ersten Moment keine Entscheidung treffen konntest.

„Es gibt keine perfekte Art Abschied zu nehmen. Es gibt nur den Weg, der sich für euch am ehesten tragen lässt.“

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Erinnerungen schaffen

Kleine Dinge können später eine große Bedeutung bekommen.

Bilder

Fotos

Ein Foto kann später helfen, Erinnerungen zu bewahren. Manche Familien möchten Bilder selbst machen, andere fragen Klinikpersonal oder spezialisierte ehrenamtliche Fotografinnen und Fotografen.

Spuren

Hand- und Fußabdrücke

Abdrücke, ein Namensband oder eine kleine Haarlocke können zu sehr persönlichen Erinnerungsstücken werden. Wenn du möchtest, frage früh nach den Möglichkeiten.

Worte

Name, Brief oder Tagebuch

Ein Name, ein Brief an das Kind oder wenige aufgeschriebene Erinnerungen können einen Platz für Gedanken schaffen, die im Moment kaum ausgesprochen werden können.

Handgefertigtes Himmelsbettchen mit GiraffenmotivGedenklichter für SternenkinderHandgefertigtes Babynest in zarten Farben
Ein persönlicher Platz

Ein Himmelsbettchen kann Teil des Abschieds sein.

Für manche Familien ist es wichtig, ihr Kind in etwas Persönliches zu betten oder ein Erinnerungsstück zu besitzen, das eigens für dieses Kind gefertigt wurde.

Die Himmelsbettchen von Dicileja entstehen individuell nach Absprache. Farben, Motive, Namen, Daten oder kleine Symbole können – soweit umsetzbar – persönlich abgestimmt werden.

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Rituale

Erinnerung darf sich verändern.

Ein Ritual muss nicht einmalig sein. Manche Familien finden erst Monate oder Jahre später eine Form, die zu ihnen passt.

Ein Licht anzünden

Eine Kerze an bestimmten Tagen oder einfach dann, wenn das Kind besonders fehlt.

Einen Ort schaffen

Eine kleine Erinnerungsecke, eine Pflanze, ein Baum, ein Bild oder ein Gegenstand, der zum Kind gehört.

Den Namen nennen

Viele Eltern erleben es als wohltuend, wenn ihr Kind nicht verschwiegen wird. Ob und wann der Name genannt werden soll, entscheidet die Familie.

Geschwister

Auch Geschwister brauchen einen verständlichen Platz für das Geschehene.

Kinder stellen oft direkte Fragen. Eine einfache, altersgerechte Sprache ist meist hilfreicher als Umschreibungen, die verwirren können. Sie dürfen traurig sein, spielen, lachen und später wieder fragen.

Ein Bild malen, etwas auswählen, eine Kerze anzünden oder ein kleines Erinnerungsstück mitgestalten kann manchen Geschwistern helfen. Es sollte aber nie zur Pflicht werden.

Gut zu wissen

Erinnerung ohne Erwartungsdruck

Es gibt keine Mindestzahl an Erinnerungen, keine richtige Zeremonie und keinen Zeitpunkt, an dem Trauer „fertig“ sein muss. Was trägt, darf bleiben. Was nicht hilft, darf weggelassen werden.

Ein persönliches Himmelsbettchen anfragen.

Wenn du ein Himmelsbettchen oder Erinnerungsstück wünschst, reicht eine kurze Nachricht. Details können danach in Ruhe abgestimmt werden.

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