Abschied nehmen
Manche Eltern möchten ihr Kind sehen, halten oder noch eine Weile bei sich haben. Andere möchten das nicht. Beides darf sein. Das Klinikteam oder eine Hebamme kann erklären, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen.
Es gibt keine richtige Art zu trauern und keinen festen Ablauf, der für jede Familie passt. Diese Seite soll Orientierung geben – leise, verständlich und ohne Erwartungen.
Als Sternenkinder werden häufig Kinder bezeichnet, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz danach versterben. Für viele Eltern ist der Begriff ein liebevoller Name für ein Kind, das zur Familie gehört – unabhängig davon, wie kurz sein Leben war.
Medizinische und rechtliche Begriffe können davon abweichen. Für Formalitäten ist deshalb immer entscheidend, was im konkreten Fall gilt. Klinik, Hebamme, Standesamt oder Bestattungsunternehmen können dabei unterstützen.
„Ein Kind wird nicht weniger geliebt, nur weil seine Zeit viel zu kurz war.“
Himmelsbettchen.deNach einem Verlust kommen oft viele Fragen gleichzeitig. Wenn es möglich ist, darfst du um Zeit bitten und Entscheidungen Schritt für Schritt treffen.
Manche Eltern möchten ihr Kind sehen, halten oder noch eine Weile bei sich haben. Andere möchten das nicht. Beides darf sein. Das Klinikteam oder eine Hebamme kann erklären, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen.
Fotos, Hand- und Fußabdrücke, eine Haarlocke, ein Namensband, eine Decke oder ein kleines Erinnerungsstück können später wertvoll sein. Was sich richtig anfühlt, entscheidet jede Familie selbst.
In einer Ausnahmesituation ist es schwer, Informationen aufzunehmen. Eine vertraute Person kann mitschreiben, Fragen stellen oder später bei Telefonaten und Formalitäten helfen.
Eltern können auch bei einer Fehlgeburt eine standesamtliche Bescheinigung über ihr Sternenkind beantragen. Bei Totgeburten oder wenn ein Kind nach der Geburt verstirbt, gelten andere personenstandsrechtliche Regelungen.
Bestattungsregeln unterscheiden sich teilweise nach Bundesland und Situation. Deshalb ist es sinnvoll, sich konkret bei Klinik, Standesamt oder einem Bestattungsunternehmen beraten zu lassen.
Das Familienportal informiert über die Dokumentation beim Standesamt, Mutterschutzregelungen und weitere Anlaufstellen für Eltern von Sternenkindern.
Informationen des Bundes öffnen ↗Trauer kann still, laut, widersprüchlich oder lange kaum spürbar sein. Auch Partnerinnen und Partner, Geschwister, Großeltern und Freunde können unterschiedlich trauern.
Traurigkeit, Wut, Leere, Schuldgefühle oder auch Momente von Normalität können nebeneinander existieren. Niemand muss auf eine bestimmte Weise reagieren.
Zwei Menschen können dasselbe Kind verloren haben und trotzdem völlig anders mit dem Verlust umgehen. Das bedeutet nicht, dass einer weniger liebt.
Hebammen, psychosoziale Beratungsstellen, Trauerbegleitung, Selbsthilfegruppen oder therapeutische Unterstützung können entlasten, wenn Gespräche im Umfeld nicht ausreichen.
Viele Menschen haben Angst, etwas Falsches zu sagen. Schweigen aus Unsicherheit kann für Eltern jedoch ebenfalls schwer sein. Ein einfacher Satz wie „Ich denke an euch und an euer Kind“ kann mehr bedeuten als gut gemeinte Erklärungen.
Hilfreich kann auch ganz praktische Unterstützung sein: Essen vorbeibringen, Geschwister betreuen, einen Anruf übernehmen oder einfach da sein, ohne eine Reaktion zu erwarten.
Mehr für Eltern & Angehörige


Ein Foto, eine Kerze, ein Name, ein kleines Bettchen oder ein persönlicher Gegenstand kann Teil des Abschieds sein. Nicht als Ersatz für das Kind, sondern als sichtbares Zeichen: Du warst da. Du gehörst zu uns.
Abschied & Erinnerung ansehen„Erinnerung muss nicht groß sein. Manchmal reicht ein kleiner Ort, an dem Liebe bleiben darf.“
Himmelsbettchen.deWenn gerade alles zu viel ist, muss nicht alles heute geklärt werden. Klinik, Hebamme, Beratungsstellen und Trauerbegleitung können dich Schritt für Schritt unterstützen.